Das männliche Gesicht und sein Alterungsprozess

 Das menschliche Gesicht unterliegt im Laufe des Lebens einem konstanten Wandel. Das Heranwachsen, das Ausbilden der individuellen Gesichtsstrukturen und schließlich das Altern der Gesichtszüge. Altersbedingte Veränderungen im Gesichtsbereich können jedoch, unabhängig vom kosmetischen Aspekt, zu funktionellen Veränderungen führen und sind wesentlicher Bestandteil der plastisch-ästhetischen Chirurgie.

Die Veränderungen im Gesichtsbereich beruhen hierbei vor allem auf zwei pathophysiologischen Mechanismen: Der Faltenbildung und dem Elastizitätsverlust kollagener Strukturen. Ein adäquates chirurgisches Behandlungskonzept muss daher berücksichtigen, dass es sich stets um eine Kombination oben genannter Faktoren handelt.

In diesem Zusammenhang werden verschiedene Techniken der Gesichtshautstraffung verwendet, welche jedoch häufig gleiche Zugvektoren zur Straffung nutzen. Diese Zugvektoren sind meist schläfenwärts gerichtet und entsprechend daher einer weiblichen, eher ovalen Gesichtsform. Für das männliche Gesicht sind bei entsprechender Indikation keine speziellen Techniken beschrieben, welche die männliche Gesichtsform bzw. den männlichen Charakter unterstützen würden.

Ziel der hier vorgelegten Studie ist es daher  unterschiedliche Formen und Techniken der Gesichtsstraffung zu simulieren und anhand der erhaltenen Ergebnisse eine spezielle Technik für die Gesichtsstraffung bei Männern zu entwickeln. 

Um die neuen Behandlungsansätze mit den bereits etablierten Strategien zu vergleichen werden allerdings nicht nur Simulationen an Männern, sondern auch an Frauen durchgeführt.

 

Der "Behandlungserfolg" der verschiedenen Gesichtsstraffungen wird durch einen Online-Fragebogen, welcher von Laien und Fachpersonal ausgefüllt wird, überprüft.